
Doch einen Monat vor Reisebeginn erkrankte Markus an hohem Fieber verursacht durch einem Leberabszess. Es folgten 10 Tage Spitalaufenthalt mit Leberpunktion und unzähligen Untersuchen. Erst wenige Tage vor dem geplanten Abflug, bekamen wir die Bestätigung, dass Markus (mit Antibiotika im Koffer) reisen darf. Daneben wurden Ruhe und Erholung verschrieben. So kam die Reise ans Mittelmeer wohl gerade richtig.
Mit einer Ausdehnung von 82 Quadratkilometern bietet sich Formentera förmlich dazu an, die Insel zu Fuss oder mit dem Rad zu erkunden. Ideal dafür sind die sogenannten "Rutas Verdes". So haben wir ab dem zweiten Tag ein Velo gemietet und gemütlich verborgene Strände und die schönsten Plätze der Insel erkundet. Weil der Halbmarathon auf der einzigen Hauptstrasse der Insel stattfinden würde, haben wir auch diese Strecke rekognosziert. Allerdings war nun aber auch mein Start sehr fraglich, weil ich infolge des Fersensporns seit 7 Wochen keinen einzigen Lauf-Kilometer mehr trainiert hatte und mir nach wie vor jeder Schritt unangenehme Schmerzen bereitete. Je länger je mehr ich jedoch diese reizvolle Gegend kennenlernte, desto klarer wurde mir, dass ich an dem Lauf teilnehmen möchte. Zur Not halt mit entzündungshemmenden Mitteln.
Am Freitag fuhren wir mit dem Velo ins 15 km entfernte La Savina und holten die Startunterlagen ab. Schon dort waren wir von der Organisation begeistert. Im Startgeld von 25 Euro sind Startnummer, Zeitmess-Chip, ein funktionelles Finisher-Leibchen und der Transport (vom Hotel zum Start und vom Ziel zurück ins Hotel) inbegriffen. Auch hier zeigt sich Formentera von einer äusserst umweltbewussten Seite. Wäre ja nicht auszudenken, wenn all die 1400 Teilnehmer mit dem Auto zum Start fahren würden. Mit dieser Teilnehmerzahl war der Lauf schon seit Wochen ausgebucht und war bei Hotelangestellten und Einheimischen das Hauptthema. Noch ein Grund mehr, um auf die Zähne zu beissen.
Der Start war für 17:30 Uhr vorgesehen. Genügend Zeit, um noch an der Platja de Migjorn die Seele baumeln zu lassen und die warmen Sonnenstrahlen und ein Bad im Meer zu geniessen. Maria von unserem Lieblings-Strandbeizli La Franja kochte mir eine frisch zubereitete Tortilla Española (mit viel Kartoffeln drin für schnelle Beine), obwohl Tortilla gar nicht auf ihrer Speisekarte stand. Dass es verrückte Leute (gente loca) gibt, die über die Insel rennen, weiss sie von ihrem Schwiegersohn Vicente, der ebenfalls fleissig im Familienbetrieb mithilft.
Der Start war für 17:30 Uhr vorgesehen. Genügend Zeit, um noch an der Platja de Migjorn die Seele baumeln zu lassen und die warmen Sonnenstrahlen und ein Bad im Meer zu geniessen. Maria von unserem Lieblings-Strandbeizli La Franja kochte mir eine frisch zubereitete Tortilla Española (mit viel Kartoffeln drin für schnelle Beine), obwohl Tortilla gar nicht auf ihrer Speisekarte stand. Dass es verrückte Leute (gente loca) gibt, die über die Insel rennen, weiss sie von ihrem Schwiegersohn Vicente, der ebenfalls fleissig im Familienbetrieb mithilft.
45 Minuten vor Laufbeginn bestiegen Vicente, José Antonio (der sympathische Receptionist von unserem Hotel), Lola aus Madrid und ich den Bus zum Leuchtturm von La Mola. Mit einer Meereshöhe von 192 m über Meer befindet sich das Startgelände auch gleich auf dem höchsten Punkt der Insel. Durch meine neu gewonnenen Lauffreunde kam ich sofort in Kontakt mit anderen Läufern. Es ist zu erwähnen, dass bei Laufveranstaltungen in Spanien immer eine ausgelassene und fröhliche Stimmung und ein "Riesengeschnurr" herrscht. Ich weiss gar nicht, was die einander vor und während des Laufes immer zu erzählen haben! Witzig ist es alleweil und genau diese ungezwungene Atmosphäre unter südländischer Sonne und frischer Meeresluft liessen mich all meine Zipperlein vergessen.
Spätestens bei Kilometer 3 im Dörfchen Es Pilar, wo der Glöckner eigenhändig am Seil zog und die Kirchenglocke solange bimmeln liess, bis jeder einzelne Läufer am Dorf vorbei gerannt war, wusste ich, dass sich das Mitmachen gelohnt hat. Wo auf der Welt wird einem sonst so etwas geboten? Bei km 5 erfolgte ein atemberaubender Getränkeposten mit Meeresblick. Da schlug das sonst schon stark pulsierende Läuferherz noch höher.
Bis km 7 ging es angenehm bergab bis zum Dörfchen Es Caló, wo sich auch ganz in der Nähe unser Hotel befand. Aber was für einen Klang hörte ich da von weitem schon? Sind das Kuhglocken oder macht mich der Entzündungshemmer tatsächlich „loca“?
Da standen Hotelangestellte und -gäste mit Paella-Pfannen-Deckel und Löffeln und machten mächtig Lärm, um die Läufer anzufeuern. Was für eine grossartige Stimmung! Bei km 10 konnte man sich am zweiten von vier Getränkeposten mit Wasser, Isostar, Cola, Bananen und Orangen verpflegen. Von da an ging es bis km 14 stetig aufwärts. Aber das einmalige Ambiente liess mich durch die Strassen fliegen. Immer wieder viele Zuschauer, die lauthals eine Riesenstimmung verbreiteten. Die letzten Kilometer nach dem Feriendörfchen Es Pujols verliefen entlang den Salinen, die mittlerweile wegen ihres Reichtums an Tier- und Pflanzenarten unter Naturschutz stehen.
Da standen Hotelangestellte und -gäste mit Paella-Pfannen-Deckel und Löffeln und machten mächtig Lärm, um die Läufer anzufeuern. Was für eine grossartige Stimmung! Bei km 10 konnte man sich am zweiten von vier Getränkeposten mit Wasser, Isostar, Cola, Bananen und Orangen verpflegen. Von da an ging es bis km 14 stetig aufwärts. Aber das einmalige Ambiente liess mich durch die Strassen fliegen. Immer wieder viele Zuschauer, die lauthals eine Riesenstimmung verbreiteten. Die letzten Kilometer nach dem Feriendörfchen Es Pujols verliefen entlang den Salinen, die mittlerweile wegen ihres Reichtums an Tier- und Pflanzenarten unter Naturschutz stehen.
Nach 2:17 h lief durchlief ich am Hafen von La Savina zwischen applaudierenden Zuschauerreihen das Zieltor und durfte voller Freude die Finishermedaille entgegennehmen. Einmal mehr ein Lauf, bei dem mir die Zeit nebensächlich ist. Ein Lauf, der zur Insel passt, welche man zu Recht „das letzte Paradies im Mittelmeer“ nennt. Das Schönste an allem ist, dass Markus zum Erstaunen der Aerzte innerhalb nur 8 Tagen komplett genesen und die Antibiotika absetzen konnte.












