Sonntag, 18. Mai 2014

Ein Halbmarathon im Paradies

Formentera ist die kleinste und für viele Besucher zugleich die schönste Insel der Balearen. Ein Badeparadies, mit dem klarsten Wasser des Mittelmeers. Auch abseits von Strand und Meer gibt es einiges zu entdecken und just zurzeit, in welcher wir unsere Ferien dorthin gebucht hatten, würde zufälligerweise auch der Halbmarathon "Mitja Marato de Formentera" stattfinden. Das passte doch prima und unmittelbar nach der Flugbuchung meldete ich mich dort an.

Eigentlich ist unser Blog ja für Erzählungen von Sporterlebnissen gedacht, und nicht um über unsere (zum Glück wenigen) Gebrechen zu klagen.
Doch einen Monat vor Reisebeginn erkrankte Markus an hohem Fieber verursacht durch einem Leberabszess. Es folgten 10 Tage Spitalaufenthalt mit Leberpunktion und unzähligen Untersuchen. Erst wenige Tage vor dem geplanten Abflug, bekamen wir die Bestätigung, dass Markus (mit Antibiotika im Koffer) reisen darf. Daneben wurden Ruhe und Erholung verschrieben. So kam die Reise ans Mittelmeer wohl gerade richtig.

Mit einer Ausdehnung von 82 Quadratkilometern bietet sich Formentera förmlich dazu an, die Insel zu Fuss oder mit dem Rad zu erkunden. Ideal dafür sind die sogenannten "Rutas Verdes". So haben wir ab dem zweiten Tag ein Velo gemietet und gemütlich verborgene Strände und die schönsten Plätze der Insel erkundet. Weil der Halbmarathon auf der einzigen Hauptstrasse der Insel stattfinden würde, haben wir auch diese Strecke rekognosziert. Allerdings war nun aber auch mein Start sehr fraglich, weil ich infolge des Fersensporns seit 7 Wochen keinen einzigen Lauf-Kilometer mehr trainiert hatte und mir nach wie vor jeder Schritt unangenehme Schmerzen bereitete. Je länger je mehr ich jedoch diese reizvolle Gegend kennenlernte, desto klarer wurde mir, dass ich an dem Lauf teilnehmen möchte. Zur Not halt mit entzündungshemmenden Mitteln.
Am Freitag fuhren wir mit dem Velo ins 15 km entfernte La Savina und holten die Startunterlagen ab. Schon dort waren wir von der Organisation begeistert. Im Startgeld von 25 Euro sind Startnummer, Zeitmess-Chip, ein funktionelles Finisher-Leibchen und der Transport (vom Hotel zum Start und vom Ziel zurück ins Hotel) inbegriffen. Auch hier zeigt sich Formentera von einer äusserst umweltbewussten Seite. Wäre ja nicht auszudenken, wenn all die 1400 Teilnehmer mit dem Auto zum Start fahren würden. Mit dieser Teilnehmerzahl war der Lauf schon seit Wochen ausgebucht und war bei Hotelangestellten und Einheimischen das Hauptthema. Noch ein Grund mehr, um auf die Zähne zu beissen.
Der Start war für 17:30 Uhr vorgesehen. Genügend Zeit, um noch an der Platja  de Migjorn die Seele baumeln zu lassen und die warmen Sonnenstrahlen und ein Bad im Meer zu geniessen. Maria von unserem Lieblings-Strandbeizli La Franja kochte mir eine frisch zubereitete Tortilla Española (mit viel Kartoffeln drin für schnelle Beine), obwohl Tortilla gar nicht auf ihrer Speisekarte stand. Dass es verrückte Leute (gente loca) gibt, die über die Insel rennen, weiss sie von ihrem Schwiegersohn Vicente, der ebenfalls fleissig im Familienbetrieb mithilft.
45 Minuten vor Laufbeginn bestiegen Vicente, José Antonio (der sympathische Receptionist von unserem Hotel), Lola aus Madrid und ich den Bus zum Leuchtturm von La Mola. Mit einer Meereshöhe von 192 m über Meer befindet sich das Startgelände auch gleich auf dem höchsten Punkt der Insel. Durch meine neu gewonnenen Lauffreunde kam ich sofort in Kontakt mit anderen Läufern. Es ist zu erwähnen, dass bei Laufveranstaltungen in Spanien immer eine ausgelassene und fröhliche Stimmung und ein "Riesengeschnurr" herrscht. Ich weiss gar nicht, was die einander vor und während des Laufes immer zu erzählen haben! Witzig ist es alleweil und genau diese ungezwungene Atmosphäre unter südländischer Sonne und frischer Meeresluft liessen mich all meine Zipperlein vergessen.
Spätestens bei Kilometer 3 im Dörfchen Es Pilar, wo der Glöckner eigenhändig am Seil zog und die Kirchenglocke solange bimmeln liess, bis jeder einzelne Läufer am Dorf vorbei gerannt war, wusste ich, dass sich das Mitmachen gelohnt hat. Wo auf der Welt wird einem sonst so etwas geboten? Bei km 5 erfolgte ein atemberaubender Getränkeposten mit Meeresblick. Da schlug das sonst schon stark pulsierende Läuferherz noch höher.  
Bis km 7 ging es angenehm bergab bis zum Dörfchen Es Caló, wo sich auch ganz in der Nähe unser Hotel befand. Aber was für einen Klang hörte ich da von weitem schon? Sind das Kuhglocken oder macht mich der Entzündungshemmer tatsächlich „loca“?
Da standen Hotelangestellte und -gäste mit Paella-Pfannen-Deckel und Löffeln und machten mächtig Lärm, um die Läufer anzufeuern. Was für eine grossartige Stimmung!
Bei km 10 konnte man sich am zweiten von vier Getränkeposten mit Wasser, Isostar, Cola, Bananen und Orangen verpflegen. Von da an ging es bis km 14 stetig aufwärts. Aber das einmalige Ambiente liess mich durch die Strassen fliegen. Immer wieder viele Zuschauer, die lauthals eine Riesenstimmung verbreiteten. Die letzten Kilometer nach dem Feriendörfchen Es Pujols verliefen entlang den Salinen, die mittlerweile wegen ihres Reichtums an Tier- und Pflanzenarten unter Naturschutz stehen.
Nach 2:17 h lief durchlief ich am Hafen von La Savina zwischen applaudierenden Zuschauerreihen das Zieltor und durfte voller Freude die Finishermedaille entgegennehmen.  Einmal mehr ein Lauf, bei dem mir die Zeit nebensächlich ist. Ein Lauf, der zur Insel passt, welche man zu Recht „das letzte Paradies im Mittelmeer“ nennt. Das Schönste an allem ist, dass Markus zum Erstaunen der Aerzte innerhalb nur 8 Tagen komplett genesen und die Antibiotika absetzen konnte.
 

Dienstag, 1. April 2014

Nicht so rasch aufgeben an der WM

 
Im letzten Oktober habe ich in einer Laufzeitschrift gelesen, dass anlässlich der Halbmarathon Weltmeisterschaft in Kopenhagen nebst 300 Eliteläufern noch 25'000 Startplätze für Amateurläufer vergeben würden. Davon waren 20'000 Startnummern für dänische Teilnehmer innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. Die restlichen 5'000 Plätze standen danach noch internationalen Athleten zur Verfügung.
Warum nicht mal wieder einen Städtetrip planen und einmal an einer WM „unter ferner liefen“ teilnehmen? Ich meldete mich sogleich an, obwohl ich zum Zeitpunkt der Anmeldung mehr schlecht als recht vorbereitet war. Leider holte ich meine Form auch bis zum Lauftag hin nicht mehr ein. Zudem hatte sich bei mir kurz vor dem grossen Tag noch ein schmerzhafter Fersensporn bemerkbar gemacht. Der Bummel durch die wunderschöne Hauptstadt am Vortag und die leckeren mit Fisch belegten Smørrebrøds gehörten auch nicht unbedingt zu einer optimalen Laufvorbereitung.
Nichtsdestotrotz stand ich am 29. März zusammen mit Laufkollege Urs an der Startlinie. Rund eine halbe Stunde nachdem Kronprinz Frederik mit Pistolenschuss die Elite auf die Strecke schickte, waren wir an der Reihe. Im Gegensatz zu uns Schweizern hatte der dänische Thronfolger wohl die kürzeste Anreise hinter sich, erfolgten Start und Ziel doch am Schloss Christiansborg. Der mit Prinzessin Mary verheiratete Frederik ist seit 2009 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees.
Die flache Route führte auf breiten Stassen durch Kopenhagen‘s Innenstadt vorbei an malerischen Kanälen, dem Rathausplatz und dem Vergnügungspark Tivoli. Beide Strassenseiten waren von tausenden Zuschauern umsäumt. Unter ihnen auch (mein Prinz) Markus, der mich wie immer mit Schweizer Flagge und Fotoapparat ausgerüstet, anfeuerte. Unterwegs gab es über 20 Musikbands, die von rockig dänisch bis hin zum „We are the champions“ alles spielten. Und immer wieder aufmunternde Zurufe von einem Publikum mit vielen rot-weissen dänischen Fähnchen. Der Halbmarathon wurde in dieser Form explizit nur für diese Weltmeisterschaft ausgetragen, ein zweites Mal wird es ihn voraussichtlich nicht geben, da in Kopenhagen jedes Jahr im Mai bereits ein Marathon stattfindet.
Wären Wetter, Stimmung und Strecke nicht so einmalig gewesen, hätte ich den Lauf wohl abgebrochen. Zu sehr schmerzte mich die Ferse am linken Fuss. Aber ich lief tapfer weiter. Vielleicht ist ja das „nicht-so-rasch-aufgeben“ doch eine Eigenschaft, die es für eine Teilnahme an einer Weltmeisterschaft braucht, auch wenn ich diesen Lauf mit einer Zeit von 2:20:30 h nicht besonders glorreich beendete.

Samstag, 4. Januar 2014

...und sie bewegen sich doch!

Nachdem wir nicht mehr so oft sportlich tätig waren und unsere Waage zum Jahreswechsel Höchstgewicht angezeigt hatte, war klar, dass wir uns ab 1.1.2014 wieder mehr bewegen und weniger essen werden. Nun gut, das mit dem "weniger essen" war vorläufig etwas schwierig, waren wir doch am Neujahrsabend bei Doris und Peter in Vals zum Nachtessen eingeladen. Die beiden verbrachten dort ihre Weihnachtsferien in der Ferienwohnung von Peter's Schwester. Um beim angekündigten Bündner-Schmaus doch etwas ohne schlechtes Gewissen schlemmen zu dürfen, schnallten wir uns zum ersten Mal in diesem Winter die Langlauf-Skier an und versuchten ein paar Schritte auf der 3 km Rundschlaufe. Der Schnee war schwer, die Loipe etwas holperig, so dass wir nach 3 Runden aufgaben und lieber in der Hotel-Sauna schwitzen wollten. Hätten wir gewusst, wie lecker uns Peter bekochen würde, hätten wir wohl ein paar Runden mehr angehängt. Wir wurden verwöhnt mit einem Traum von einer Gerstensuppe, einem feinen Salat und Capuns, die er am Nachmittag stundenlang vorbereitet hatte.

Trotz leichtem Schneefall gingen wir vier am zweiten Neujahrstag mit den Schneeschuhen auf eine ca. 3 1/2-stündige Tour. Peter (als gebürtiger Valser) und Doris kennen sich sehr gut aus in der Gegend und schleppten für uns alles Nötige an Verpflegung und Ausrüstung mit, damit wir eine sorglose und lustige Tour erleben durften.
Das Nachtessen gönnten wir uns im Hotel Therme in Vals bei einem 14-Punkte-Gault-Millaut-Dinner, fanden aber, dass uns Peter's Bündner Spezialitäten am Vorabend genauso mundeten.
 
Blick auf Stausee und Zevreilahorn
Am dritten Tag lugte dann endlich die Sonne etwas hervor und wir brachen zu einer weiteren mehrstündigen Wanderung auf. Dieses Mal allerdings mit den Wanderschuhen auf Winterwanderwegen vorbei am Restaurant Ganni, weiter auf dem Höhenweg zur Gadenstatt bis hin zum Zervreila-Stausee. Wir lachten viel unterwegs und rundeten den herrlichen Tag mit einer 7 km langen und zum Teil rasanten Schlittenfahrt auf der Hauptstrasse nach Vals hinunter ab. Dies nicht, ohne uns vorher bei einem heissen Glögg aufzuwärmen.

Die drei Tage im Bündnerland haben wir genossen. Bewegt haben wir uns viel, wenn auch nicht ganz in der Form, wie wir es uns für das neue Jahr vorgenommen hatten. Wieder daheim in Uster waren wir heute dann doch noch 10 km joggen. Für Markus war dies das erste Mal seit über einem Jahr. Sein Knie scheint seit der Meniskus-Operation endgültig wieder komplett verheilt zu sein.
Wenn wir uns morgen noch mit Schwimmen (Susanne) und Spinning oder Biken (Markus) fit halten, sind wir mit dem Einhalten unserer guten Vorsätze fürs neue Jahr doch gar nicht so schlecht dran. 

Samstag, 26. Oktober 2013

Palma de Mallorca


Ein gigantisches, mit Musik untermaltes Feuerwerk bei der Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca anlässlich der 10. Ausgabe des TUI-Marathons war nur eine der Attraktionen, die sich der Veranstalter zum Jubiläum einfallen liess. Nur ein paar Sekunden lang filmte ich das 10-minütige Spektakel aus ca. 50 Meter Entfernung, welches einem Gänsehaut-Feeling bescherte. 12 Stunden später stand ich an der gleichen Stelle am Start zu meiner 6. Teilnahme am Halbmarathon. Schon bei der ersten Teilnahme im 2006 hat mir dieser Lauf irrsinnig gefallen. Wo hat man schon Mitte Oktober die Startnummern-Ausgabe unter freiem Himmel und kann in Sommerklamotten und Sonnenschein laufen? Oder wo wird man von  Mariachi-Musikern am Strassenrand oder Flamenco-Tänzerinnen angefeuert?
Vor zwei Jahren lief ich hier gar meine schnellste persönliche Halbmarathonzeit von 1:49:54 h bei. Eine Zeit von der ich stets hoffe, diese irgendwann mal noch unterbieten zu können. Dieses Jahr stand aber mangels Training ganz klar der Genuss im Vordergrund. Bei 24 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit war es auch dieses Mal wieder ein besonderes Lauferlebnis, da mich zum ersten Mal meine in Mallorca lebende Schulfreundin, Monika, begleitete.
Monika lief die 10-km-Distanz und ist ebenso begeistert, wie ich. Wir beide wollen nächstes Jahr hier wieder starten!

Dienstag, 24. September 2013

On the road again

 
Da soll mal einer behaupten, die Egli's seien unsportlich. Okay, Markus ist kein Egli, aber dass er 5 Wochen nach der Meniskus-Operation bereits wieder am 53 km langen IRON-BIKE-Rennen in Einsiedeln teilgenommen hat, grenzt an ein Wunder.
 
Während Susanne sich auf den Roller Blades an der Zürichsee Slow-Up fit hielt, erreichte uns per Whatsapp ein Bild von Heinz und Julian vom gemeinsamen Lauftraining in Hongkong.

Donnerstag, 5. September 2013

Nur nicht daheim still sitzen!

Nicht mal ganz zwei Wochen nach der erfolgreichen Meniskusoperation, sieht man Markus wieder auf dem Bike. Den Wiedereinstieg ins Sportleben geht er allerdings ganz sachte an. Eine kleine Ausfahrt mit dem E-Mountain-Bike von Kollegen verlief jedoch schon ganz prima und schmerzfrei.

Montag, 2. September 2013

Nur nicht Joggen!

Schon als Kind haben mich Wassersportarten fasziniert und es gab im Sommer wohl keinen freien Nachmittag, den ich nicht im Schwimmbad oder später im Rhein verbrachte. Dieses Jahr sind mir nun vermehrt auf allen Gewässern in der Umgebung Menschen aufgefallen, die aufrecht stehend auf einem übergrossen Surfbrett über das Wasser rudern. Stand Up Paddeling (SUP) nennt sich diese Art von Bewegung und ist momentan eine der am schnellsten wachsenden Wassersportarten der Welt. Was ursprünglich von polynesischen Fischern als Fortbewegungsmittel genutzt, wurde viele Jahre später in Hawaii von Surflehrern neu entdeckt und kam wie die meisten trendigen Sportarten von Amerika zu uns nach Europa. Da ich schon seit Wochen kaum Lust zum Joggen verspüre, kam mir die Anfrage von meiner Jogging-Kollegin Barbara gerade recht: „Hast du Lust, an einem Schnupperkurs SUP-Fitness? Stand-up Paddeling kombiniert mit Pilatesübungen!“ Bei prächtigem Spätsommerwetter trafen wir uns am Samstagmorgen in Horgen zum SUPpen. Von „Paddlefit Zürichsee“ Instruktorin Franzi wurden wir herzlich begrüsst und durch ein paar Vorzeigeübungen gleich in die Welt des Stand-up-Paddelings eingeführt. Nach ein paar Tipps und Tricks ging’s in den Zürichsee und wir ruderten mit einem der Körpergrösse angepassten Paddel los, zuerst noch auf dem 3 bis 4 Meter langen Brett kniend, dann stehend. Nachdem wir uns schon recht standfest auf dem Wasser vorwärts bewegten, übernahm Pilates-Instruktorin Sabine die Leitung und zeigte uns auf dem Brett entsprechende Uebungen vor, die bei richtiger Anwendung sehr effizient die Tiefenmuskulatur aktivieren und Oberkörper, Bauch, Beine und Po stärken. Ich liess die Uebungen allerdings aus und konzentrierte mich die 1 ½ Stunden voll aufs Paddeln. Dies ist weit mehr als einfach nur Sport. Es bietet die Möglichkeit, auf dem Wasser den ganzen Körper auf Ausdauer, Kraft und Koordination zu trainieren, frische Luft zu atmen und gleichzeitig den hektischen Alltag zu vergessen und zu entspannen. Ich hatte Spass daran und ich werde nächsten Sommer bestimmt wieder mal so ein Brett mieten.

Donnerstag, 29. August 2013

Rocken wie Elvis...

... kann Markus momentan nicht. Aber die Genesung seiner Meniskus-Operation verläuft optimal. Zwei Tage nach dem ambulanten Eingriff im Spital Uster hat er wieder gearbeitet. Heute kann er bereits die Fäden rausziehen lassen und kürzere Distanzen läuft er auch schon wieder schmerzfrei und ohne Krücken.

Das Bild entstand gestern auf dem Hof von Jucker, in Seegräben, welcher ja für mich bequem mit dem Velo erreichbar ist.

Dienstag, 20. August 2013

Nicht so "FIT for LIFE"

Nicht dass es jetzt gleich auf der Titelseite der Zeitschrift "Fit for Life" stehen würde, aber für einen Bewegungsmenschen wie Markus ist es schon ein einschneidendes Ereignis.
Bereits vor 4 Jahren hat er nach einem Fussballtraining über Beschwerden im rechten Knie geklagt. Der Hausarzt fand nichts aussergewöhnliches auf dem Röntgenbild und riet Markus zum Pausieren, was er dann auch ein paar Wochen tat.
Seit gut einem Jahr sind die Schmerzen aber stärker geworden. Joggen war nicht mehr möglich, hingegen tat ihm beim Radfahren nie etwas weh. Darum hat er einen Arztbesuch lange vor sich hingeschoben. Erst vor ein paar Wochen hat ihm dann ein Sportarzt mittels MRI einen grossen Meniskusriss diagnostiziert, welcher mit grosser Wahrscheinlichkeit von der Verletzung vor 4 Jahren stammt. Eine Operation war leider unvermeidbar.
So wurde Markus einen Tag nach der Fahrt zum Rheinfall der rechte Innen-Meniskus mittels Arthroskopie entfernt. Die ambulante Operation im Spital Uster verlief ohne Komplikationen. Er wird diese Woche daheim bleiben, sich schonen und wenn nötig mit Krücken laufen. Nächste Woche will er jedoch bereits wieder arbeiten gehen.
Wie lange Markus pausieren muss, ist noch ungewiss. Er muss ja nicht, wie dazumal Pirmin Zurbriggen, 20 Tage nach der Operation Weltmeister werden. Aber wir hoffen doch, dass Markus sich gut erholt und bald wieder zu neuen Taten fähig ist.

Sonntag, 18. August 2013

Kein Reinfall am Rheinfall

Im 2003 habe ich mit dem Laufsport begonnen und im gleichen Jahr fand auch der 1. Rheinfall-Lauf statt. Ein Lauf, den ich gleich zu Beginn meiner "Laufkarriere" in mein Herz geschlossen habe und der auch heute noch zu meinen Lieblingsläufen zählt. Ob es an der schönen Strecke dem Rhein entlang liegt oder an der perfekten Organisation, bei diesem Event passt einfach alles. Ab Neuhausen läuft man zu 70% auf Naturstrassen und Singletrails zuerst bis nach Rheinau und von dort sogar kurz durch deutsches Gebiet dem Rheinufer entlang wieder zurück bis zum gigantischen Zieleinlauf direkt beim Rheinfall. Bei welcher Laufveranstaltung bekommt man schon bei jedem 3. Kilometer Wasser, isotonisches Getränk, Sport-Tea, Riegel oder Bananen gereicht von einer äusserst sympathischen Helfer-Crew, die meisten davon mit unverkennbar sympathischem Schaffhauser-Dialekt?
So habe ich die letzten 10 Jahre keinen der 24 km langen Rheinfall-Läufe verpasst und habe mal weniger, mal besser trainiert, teilgenommen und das Ziel stets erreicht.
Die grosse Ueberraschung durfte ich dieses Jahr bei der 10. Teilnahme erleben. Schon bei der Startnummern-Ausgabe wurde mir eine spezielle beige-goldene Jubiläums-Startnummer überreicht. 
Unterwegs habe ich mir auch die Zeit genommen, um mit Stolz meine Jubiläums-Startnummer zu präsentieren (Danke an Walti Jucker, der mich fotografierte und mich zusammen mit seiner Frau Marianne anfeuerte).
 
Mein wohl grösster Fan Markus fuhr mit dem Velo nach Neuhausen, um mich im Ziel zu empfangen. Weil ich mangels Lauftraining in den vergangen zwei Monaten alles eher gemütlich nahm, musste er zwar fast alleine und relativ lange im Zielraum warten. Der Speaker kündigte meinen Zieleinlauf durchs Mikrofon an und gratulierte mir ebenfalls zur 10. Teilnahme. 
Bei der Siegerehrung wurden die 8 Jubilare für die treuen Teilnahmen geehrt, und wir bekamen einen Geschenkkorb und einen Gratis-Start für nächstes Jahr. Eine sehr aufmerksame Geste des OKs, über die ich mich sehr gefreut habe.
Auch wenn der Rheinfall-Lauf seit diesem Jahr zum Zürilaufcup gehört und um fast 4 km gekürzt wurde, hat er nicht an Reiz verloren. Der 24. August 2014 ist auf jeden Fall jetzt schon dick eingetragen in meinem Kalender!