Dienstag, 20. August 2013

Nicht so "FIT for LIFE"

Nicht dass es jetzt gleich auf der Titelseite der Zeitschrift "Fit for Life" stehen würde, aber für einen Bewegungsmenschen wie Markus ist es schon ein einschneidendes Ereignis.
Bereits vor 4 Jahren hat er nach einem Fussballtraining über Beschwerden im rechten Knie geklagt. Der Hausarzt fand nichts aussergewöhnliches auf dem Röntgenbild und riet Markus zum Pausieren, was er dann auch ein paar Wochen tat.
Seit gut einem Jahr sind die Schmerzen aber stärker geworden. Joggen war nicht mehr möglich, hingegen tat ihm beim Radfahren nie etwas weh. Darum hat er einen Arztbesuch lange vor sich hingeschoben. Erst vor ein paar Wochen hat ihm dann ein Sportarzt mittels MRI einen grossen Meniskusriss diagnostiziert, welcher mit grosser Wahrscheinlichkeit von der Verletzung vor 4 Jahren stammt. Eine Operation war leider unvermeidbar.
So wurde Markus einen Tag nach der Fahrt zum Rheinfall der rechte Innen-Meniskus mittels Arthroskopie entfernt. Die ambulante Operation im Spital Uster verlief ohne Komplikationen. Er wird diese Woche daheim bleiben, sich schonen und wenn nötig mit Krücken laufen. Nächste Woche will er jedoch bereits wieder arbeiten gehen.
Wie lange Markus pausieren muss, ist noch ungewiss. Er muss ja nicht, wie dazumal Pirmin Zurbriggen, 20 Tage nach der Operation Weltmeister werden. Aber wir hoffen doch, dass Markus sich gut erholt und bald wieder zu neuen Taten fähig ist.

Sonntag, 18. August 2013

Kein Reinfall am Rheinfall

Im 2003 habe ich mit dem Laufsport begonnen und im gleichen Jahr fand auch der 1. Rheinfall-Lauf statt. Ein Lauf, den ich gleich zu Beginn meiner "Laufkarriere" in mein Herz geschlossen habe und der auch heute noch zu meinen Lieblingsläufen zählt. Ob es an der schönen Strecke dem Rhein entlang liegt oder an der perfekten Organisation, bei diesem Event passt einfach alles. Ab Neuhausen läuft man zu 70% auf Naturstrassen und Singletrails zuerst bis nach Rheinau und von dort sogar kurz durch deutsches Gebiet dem Rheinufer entlang wieder zurück bis zum gigantischen Zieleinlauf direkt beim Rheinfall. Bei welcher Laufveranstaltung bekommt man schon bei jedem 3. Kilometer Wasser, isotonisches Getränk, Sport-Tea, Riegel oder Bananen gereicht von einer äusserst sympathischen Helfer-Crew, die meisten davon mit unverkennbar sympathischem Schaffhauser-Dialekt?
So habe ich die letzten 10 Jahre keinen der 24 km langen Rheinfall-Läufe verpasst und habe mal weniger, mal besser trainiert, teilgenommen und das Ziel stets erreicht.
Die grosse Ueberraschung durfte ich dieses Jahr bei der 10. Teilnahme erleben. Schon bei der Startnummern-Ausgabe wurde mir eine spezielle beige-goldene Jubiläums-Startnummer überreicht. 
Unterwegs habe ich mir auch die Zeit genommen, um mit Stolz meine Jubiläums-Startnummer zu präsentieren (Danke an Walti Jucker, der mich fotografierte und mich zusammen mit seiner Frau Marianne anfeuerte).
 
Mein wohl grösster Fan Markus fuhr mit dem Velo nach Neuhausen, um mich im Ziel zu empfangen. Weil ich mangels Lauftraining in den vergangen zwei Monaten alles eher gemütlich nahm, musste er zwar fast alleine und relativ lange im Zielraum warten. Der Speaker kündigte meinen Zieleinlauf durchs Mikrofon an und gratulierte mir ebenfalls zur 10. Teilnahme. 
Bei der Siegerehrung wurden die 8 Jubilare für die treuen Teilnahmen geehrt, und wir bekamen einen Geschenkkorb und einen Gratis-Start für nächstes Jahr. Eine sehr aufmerksame Geste des OKs, über die ich mich sehr gefreut habe.
Auch wenn der Rheinfall-Lauf seit diesem Jahr zum Zürilaufcup gehört und um fast 4 km gekürzt wurde, hat er nicht an Reiz verloren. Der 24. August 2014 ist auf jeden Fall jetzt schon dick eingetragen in meinem Kalender! 

Samstag, 10. August 2013

Der Wettergott muss ein SCUMA sein!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nachdem es vorgestern und gestern heftig geregnet hatte, erwartete uns heute zum 6. Greifensee-Schwimmen das herrlichste Badewetter mit angenehmen Seetemperaturen.
Ca. 20 Schwimmbegeisterte trafen sich um 7.30 Uhr in der Badi Egg zu einem gemeinsamen Schwimmen im Greifensee. Die meisten kannten sich vom Triathlon-Club SCUMA (Schwimm Club Uster MAsters), welcher den Anlass auch organisiert hatte. Aber grundsätzlich durfte jedermann, der sich angemeldet hatte und sich die 2.7 km oder die 5.6 km lange Distanz zutraute, mitschwimmen. Einzige Bedingung war das Tragen eines Neopren-Anzuges und Crawl-Schwimmstil.
Als Nicht-Mitglied des Clubs war ich zum ersten Mal mit dabei und hörte gespannt dem Briefing von Organisator Andreas Bühler zu, in welchem er den Ablauf kurz erklärte.
Danach wurden wir mit einem Bus nach Fällanden gebracht, wo etwa 8 top-trainierte Schwimmerinnen und Schwimmer für die Langdistanz zurück zur Badi Egg starteten, mit dabei drei über 60-jährige. Wenig später fuhr uns der Bus nach Maur, wo ich zusammen mit etwa 12 weiteren Athleten auf die 2.7 km lange Strecke geschickt wurde. Sowohl die lange, wie die kürzere Distanz erfolgte parallel zum Ufer, was einem eine gewisse Sicherheit bietet. Man verliert dadurch auch nie die Orientierung. Zudem wurden wir von Booten der Seepolizei begleitet. Da es auch keine Zeitmessung gab, war das Schwimmen ein richtiger Genuss. Im Ziel empfingen mich Markus und mein Bruder Heinz. Die beiden unternahmen zusammen eine Bike-Tour auf den Pfannenstiel.
Kaum eine halbe Stunde nach meiner Ankunft in der Badi Egg, erreichte auch schon der erste der "ü60 Langdistänzler" das Ziel. Ihm und den anderen Teilnehmern gebührt mein grösster Respekt. Ich weiss, dass ich für so eine Leistung härter trainieren müsste und dennoch würde mich diese Herausforderung doch mal reizen. Ich hätte jetzt ein Jahr Zeit, darauf zu trainieren, denn so wie gemunkelt wurde, will SCUMA den Event nächstes Jahr wieder durchführen und weil Markus dann auch mitmachen würde, steht auch schon der Titel für den zukünftigen Blog: SuMa schwimmen mit SCUMA!
Uebrigens war Markus bereits vor etwa 15 Jahren mit SCUMA dabei und hat damals an der Längsdurchquerung mitgemacht!


Bericht im Anzeiger von Uster, vom 12.08.2013
 

Sonntag, 4. August 2013

Fitter Nationalfeiertag


Dieses Jahr fiel der der Nationalfeiertag auf einen Donnerstag, ideal für uns, um am Freitag einen Ferientag zu beziehen und so ein langes Wochenende zu geniessen. Wir überlegten uns zuerst, ob wir die 4 freien Tage ausnützen und wegfahren sollten, kamen dann aber zur Einsicht, dass es bei diesem herrlichen Sommerwetter daheim genauso schön sein kann.
Am 1. August waren wir bei Reto in Sargans zum Grillplausch eingeladen und Reto ist dafür bekannt, dass er jeweils sehr grosszügig Grilladen und andere Leckereien auftischt. Für uns ein guter Grund, vorher noch ein paar Kalorien abzustrampeln. So nahmen wir die 80 km von Uster nach Sargans per Rennvelo in Angriff (zurück jedoch per Bahn).
Eine sehr schöne Radtour, die mehrheitlich flach, aber dennoch kurzweilig dem Radweg Nr. 9 entlang führt. Auf recht verkehrsarmen Strassen ging es von Uster, Hinwil, Rüti, Eschenbach, Schmerikon, Uznach, Schänis (dem Linthkanal entlang), Ziegelbrücke, Weesen, Walenstadt nach Sargans.
Nur einmal auf der Höhe von Murg ermahnte uns ein Schild zum Absteigen, was ich natürlich angesichts der 25% Steigung gerne tat und mich über die Aussicht auf den türkisblauen Walensee und die imposanten Churfirsten erfreute. Speziell auf dieser Strecke sind auch die zwei beleuchteten Velotunnels, die einerseits gespenstisch wirken, aber anderseits die Fahrt sehr abwechslungsreich gestalten. Das Velonetz in der Schweiz lässt einfach keine Wünsche offen. Happy Birthday Switzerland und ein Lob auf deine Velorouten!

Samstag, 27. Juli 2013

Schweizer Firmentriathlon in Zürich

Wie jedes Jahr war mein Arbeitgeber, Tetra Pak (Schweiz) AG am Schweizer Firmentriathlon in Zürich  angemeldet. Ein Staffelwettkampf, bei welchem sich drei Personen, die in der gleichen Firma arbeiten, die Disziplinen Schwimmen, Velo und Laufen aufteilen.
Weil meine Arbeitskollegin allerdings für die Velostrecke ausfiel, wurde Tetra Pak kurzfristig durch Markus verstärkt.

Um 14 Uhr erfolgte der Start im Strandbad Mythenquai zur 750 Meter langen Schwimmstrecke. Ich startete zusammen mit knapp 500 Teilnehmern, die fast alle im Brustschwimmstil davonzogen. Im Gewühl der schwimmenden Masse, war für mich ein Überholen trotz schnellerem Crawlstil praktisch unmöglich. In einer passablen Zeit übergab ich den Zeitmess-Chip an Markus, welcher auf den 25 km mit dem Rennrad doch recht viele Plätze gutmachen konnte. Die Laufstrecke wurde von unserer Kollegin von Tetra Pak Deutschland übernommen. In einem beherzten Lauf von 7 km trotzte Marit der Hitze und brachte unserem Team den ausgezeichneten 60. Gesamtrang ein. Zudem schnitten wir als bestes der drei Tetra-Pak-Teams ab, was uns ein wenig Stolz macht. Markus und ich sind doch zwischen 12 bis 20 Jahre älter, als die übrigen Teilnehmer meines Arbeitgebers.

"Tetra Pak schützt, was gut ist"
 
So lautet der Slogan auf allen Verpackungen. Allerdings ist man auch als Tetra-Pak-Mitarbeiterin nicht gefeit gegen blaue Flecken, die man durch die vielen Beinschläge und Boxhiebe der anderen Schwimmer abbekommt.

Sonntag, 7. Juli 2013

Sport am Wochenende

Fast scheint es so, als ob wir die sportliche Baisse des vergangenen Monates in einem Wochenende wieder aufholen wollten. Von der Vielfalt unserer Aktivitäten gäbe es nahezu so viel zu berichten wie in der Sendung "Sport am Wochenende".
Am Freitagabend lud uns Manuela zu dem von ihr alljährlich organsierten Hallwilerseeschwimmen ein. Zusammen mit ihren Kollegen vom Triathlonclub Baden durchquerten wir den 18 Grad kalten Hallwilersee im Neopren-Anzug. Gestartet wurde vom idyllischen Arbeiterstrandbad Tennwil aus knapp 1.5 km quer über den See und gleich wieder zurück. Markus hatte dabei die Aufgabe gefasst, die hintersten Schwimmer mit dem Pedalo zu begleiten, während Manuela's Mann Urs in einem zweiten Pedalo auf die Vordersten acht gab. So fühlte ich mich auch mitten im See sicher und war ganz zufrieden, dass ich meine ersten 3 km im offenen Gewässer problemlos überstanden hatte.
 
Während ich am Samstag auf der faulen Haut lag, war Markus dann der Aktivere. Zusammen mit Kollege Hämpe spielte er in Uster am Plausch-Badminton-Turnier. Gespielt wurde dabei nicht im KO-System, sondern im sogenannten Schoch-System, wo jedes 2er-Team bis zum Schluss des Turniers mitspielt. Das Schoch-System funktioniert folgendermassen: am Anfang werden die Spielpaarungen ausgelost. Danach spielen immer die besten bzw. schwächsten Teilnehmer gegeneinander. So ergibt es praktisch immer interessante Matches mit Gegnern, die sich ebenbürtig sind. Egal, ob starker oder schwacher Spieler, die Rangliste wird dann aufgrund der gewonnen Anzahl Spiele erstellt. Markus und Hämpe konnten immerhin 4 von 8 Matches gewinnen und landeten auf dem 8. Rang. Abgerundet wurde das Turnier mit einem leckeren Grillabend.

Sonntag war dann der Tag, an dem Markus und ich gemeinsam aktiv waren. Zufälligerweise erfuhren wir, dass in Flaach die 10. Irchel-Bike-Trophy stattfindet. Eine ausgeschilderte Bike-Tour mit Verpflegungsposten, jedoch ohne Zeitnahme.  Genau das richtige, wenn eine Bike-Anfängerin zusammen mit einem routinierten Cape-Epic-Finisher unterwegs sein will und dieser sich noch mit schweren Beinen vom Badmintonspiel rumschlägt. Auf 44 km mit 900 Höhenmetern kurvten wir durchs wunderschöne Zürcher Weinland. Zuerst durch uns unbekannte Dörfer, wie z.B. Gräslikon, dann ging es vorwiegend durch den Wald auf Wanderwegen und vereinzelt übere kürzere Singletrails hinauf zum Irchel. Vom Aussichtspunkt Hochwacht konnte man über das ganze Weinland bis hin zum Rhein und Eglisau blicken. Von da an ging es mit wenigen Gegensteigungen immer wieder hinunter. Ungefähr bei Kilometer 25 konnte man sich mit Getränken, Riegeln, Bananen und Linzertörtchen verköstigen. Gestärkt fuhren wir weiter bis zur Ortschaft Rüdlingen, wo wir bei wunderbar sonnigen Temperaturen, zuerst dem Rhein und anschliessend der Thur entlang in der Fläche ein paar Kilometer gewinnen konnten. Die Tour war jederzeit perfekt ausgeschildert, so dass wir uns voll auf die Fahrt konzentrieren konnten. Natürlich schielte ich ein bisschen auf das Treiben an der Thur und hätte gerne mit den Leuten getauscht, die sich genüsslich im Schlauchboot den Fluss hinuntertreiben liessen. Dies zumal uns auf den letzten 8 Kilometer nochmals 200 Höhenmeter erwarteten. Aber auch diese gingen irgendwie vorbei, und wir freuten uns im Ziel auf die Bratwurst und das Getränk, das im 20 Franken Startgeld der toll organisierten Tour inbegriffen war. Zur Erinnerung gab es noch einen "Goodie-Bag" gefüllt mit allerhand brauchbaren Utensilien.

Sonntag, 30. Juni 2013

Ein ruhiger Monat

Die wenigen Blogeinträge im Juni täuschen nicht! Wir waren sehr wenig aktiv diesen Monat. Ich würde sogar fast behaupten, so unsportlich, wie seit Jahren nicht mehr (nur 2 x joggen). Schuld daran war sicher mehrheitlich das schlechte Wetter. Zwar ging Markus jeweils einmal pro Woche mit seinen Ustermer Bike-Kollegen biken und mich sah man regelmässig im Crawltraining im Hallenbad Oerlikon.
Am 22. Juni waren wir im Prättigau zum 50. Geburtstag von meiner Schulfreundin Beatrice eingeladen. Im heimeligen Restaurant Fadära bei Seewis durften wir ein leckeres Nachtessen geniessen und übernachteten auch gleich im selben Dorf.
 
Die Gegend war uns bisher unbekannt, doch sind wir schon unzählige Mal am Schild "World Monument Salginatobel Bridge Schiers" vorbei gefahren. Weil diese nur ein paar Kilometer von Seewis entfernt liegt, wollten wir diese mit dem Bike auskundschaften. 
 
Auf Wikipedia erfährt man folgendes:
Die Salginatobelbrücke ist eine Strassenbrücke im Kanton Graubünden in der Schweiz zwischen Schiers und dem 1'250 m hoch gelegenen Schuders.
Die von Robert Maillard 1929 entworfene und 1930 fertiggestellte Stahlbetonbrücke gilt als technische und architektonische Meisterleistung der Ingenieurkunst und wird heute an den technischen Hochschulen der ganzen Welt als Lehrobjekt gezeigt. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für eine wirtschaftliche und gleichzeitig architektonisch elegante Lösung.
 
 
 
Die in unseren Augen schlicht wirkende Brücke führt über den Salginabach, der rund 90 m unter ihr in einem engen Tobel zum Schraubach fliesst.
Vom sportlichen Aspekt weniger grandios, dafür ebenso spektakulär war unsere Hinfahrt zu diesem Bauwerk. Wir starteten in Grüsch und fuhren eine Zeitlang dem Schraubach entlang. Weil wir dann aber irgendwie vom Veloweg abkamen, wurde der Aufstieg zwar wesentlich kürzer, aber dafür umso steiler. So hiess es dann Velo schieben, schieben, schieben. Ich weiss nicht wie viele Stunden wir unterwegs waren, aber von der Distanz waren es nur gerade 15 km.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Gemütlich unterwegs am Forchlauf

Der Forchlauf ist ein Abend-Halbmarathon, welchen der ASVZ jährlich veranstaltet. Teilnehmen dürfen für einmal nicht nur ASVZ-Teilnahmeberechtigte, sondern jede und jeder, der mit dem Laufvirus infiziert ist. Zwischen 500 bis 700 Läuferinnen und Läufer nehmen jeweils in den 3 Kategorien (21.1 / 15.1 oder 7.4 km) teil.
 
So hat der Akademische Sportverband Zürich den diesjährigen Forchlauf auf dem Internet angekündigt.  Der Start erfolgt um 19 Uhr bei der Sportanlage Zürich Fluntern und wie der Name sagt, führt die Strecke Richtung Forch. Dabei läuft man vorwiegend durch den Wald und auf Naturstrassen. Die Langdistanz kehrt beim Forch-Denkmal, die Mittel- und Kurzdistanz entsprechend ein paar Kilometer vorher wieder Richtung Zoo zurück.
 
Eva und ich mit Lauffreunden von CityRunning
Dem Laufvirus bin ich momentan nicht wirklich verfallen und schon gar nicht im Wettkampftempo. Aber um bei herrlich warmen Temperaturen in der Abendsonne einmal genussvoll auf einer anderen Strecke zu trainieren, eignete sich der Gratis-Lauf nach Feierabend vorzüglich. Eva Gut und ich schnürten uns die Laufschuhe an und liefen gemütlich plaudernd die Mitteldistanz von 15.1 km (mit 265 m Höhendifferenz). Dass wir stets von ambitionierteren Halbmarathon-Läuferinnen und -läufern überholt wurden und ziemlich am Schluss der Rangliste klassiert sind, ist uns egal. Wir hatten Spass und freuten uns auch, dass Markus mit dem Bike von Uster her an die Strecke fuhr, um uns anzufeuern.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Wenn der Kopf nicht will...

Unser langersehntes, gemeinsames Highlight, auf welches wir seit Wochen trainiert hatten, stand vor der Türe: der Mallorca-Triathlon.
Am Vortag holten wir unsere Startunterlagen und nahmen an der Infoveranstaltung teil, die zuerst in mallorquinischer Sprache, danach in Spanisch abgehalten wurde. Da uns ja das Thema nicht fremd war, haben wir noch recht viel verstanden. Zudem wurden bei Bedarf auch Fragen in deutscher Sprache beantwortet.
Markus checkte sein Fahrrad in der Wechselzone ein und ich machte noch einen Test-Schwumm mit dem Neopren-Anzug im türkisblauen Meer.
Ganz so wohl war mir dabei nicht, so draussen auf „hoher See“, obwohl ich sonst sehr gerne schwimme und mir die Wellen nicht hoch genug sein können. Diese waren heute jedoch genau so unangenehm hoch, dass ich zum Teil die Bojen, die es anzupeilen galt, nicht mehr sah.
Anschliessend verpflegten wir uns an der Pastaparty mit etwas zu weich gekochten, aber dennoch leckeren Spaghetti, welche zusammen mit einem Salat und einem Zimtkuchen in einem Gartenrestaurant serviert wurden. Soweit eigentlich eine normale Wettkampf-Vorbereitung mit der bei mir üblichen Nervosität vor dem Start.
In der Nacht kam dann alles anders. Ich konnte kaum schlafen und hatte richtige Panikattacken. Immer wieder wachte ich zitternd und schweissgebadet auf und sah mich alleine im Meer völlig entkräftet in den Wellen schwimmen. Lange Rede, kurzer Sinn: Um 6 Uhr morgens wollte mein Kopf nicht mehr schwimmen! Wir entschieden uns kurzfristig, gar nicht erst an den Start zu gehen.

Ich bin bitter enttäuscht über meine mentale Schwäche, zumal ich auch Markus den Start vermiest habe. Zum ersten Mal ist mir richtig bewusst geworden, dass gar nichts mehr geht, wenn der Kopf nicht will und dass bei meinen bisher 190 erfolgreich beendeten Sportveranstaltungen der Kopf einen enorm hohen Beitrag geleistet hat.
Jetzt gilt es, das Negativerlebnis möglichst schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen. Ich glaube nicht, dass meine Angst im Meer jetzt jedes Mal zum Problem wird. Genauso, wie ich mich auch nicht vor jedem Hund fürchte.
(hier mit Jala, der Schäferhündin unserer Freunde Monika und Klaus, die auf Mallorca leben)

Montag, 27. Mai 2013

Andere Länder - Andere Sitten

Am 2. Juni findet sowohl der 70.3 Iron Man in Rapperswil wie auch der Irontri Mallorca statt, zu welchem wir uns schon im Januar angemeldet hatten.
Während der Event in Rapperswil schon seit Wochenfrist ausgebucht ist, waren auf der Startliste von Mallorca bis vor einer Woche nur gerade 68 der 650 möglichen Startplätze vergeben. Nun, 5 Tage vor dem Start ist die Zahl auf über 300 Teilnehmer gestiegen.
Es scheint, dass in Spanien auch beim Anmelden von Sportveranstaltungen das Prinzip "mañana, mañana" gilt.
Leider hat das schnelle Anmelden keinen Einfluss auf die Klassierung auf der Rangliste. Dort werden wir mit Bestimmtheit bei den Letzteren sein, schliesslich sind wir das einzige Team, das nur zu zuweit startet und zudem sind wir mit Abstand die ältesten Kaliber. Aber Mitmachen kommt ja bekanntlich vor dem Rang und wir werden unseren Spass haben.