Sonntag, 7. Juli 2013

Sport am Wochenende

Fast scheint es so, als ob wir die sportliche Baisse des vergangenen Monates in einem Wochenende wieder aufholen wollten. Von der Vielfalt unserer Aktivitäten gäbe es nahezu so viel zu berichten wie in der Sendung "Sport am Wochenende".
Am Freitagabend lud uns Manuela zu dem von ihr alljährlich organsierten Hallwilerseeschwimmen ein. Zusammen mit ihren Kollegen vom Triathlonclub Baden durchquerten wir den 18 Grad kalten Hallwilersee im Neopren-Anzug. Gestartet wurde vom idyllischen Arbeiterstrandbad Tennwil aus knapp 1.5 km quer über den See und gleich wieder zurück. Markus hatte dabei die Aufgabe gefasst, die hintersten Schwimmer mit dem Pedalo zu begleiten, während Manuela's Mann Urs in einem zweiten Pedalo auf die Vordersten acht gab. So fühlte ich mich auch mitten im See sicher und war ganz zufrieden, dass ich meine ersten 3 km im offenen Gewässer problemlos überstanden hatte.
 
Während ich am Samstag auf der faulen Haut lag, war Markus dann der Aktivere. Zusammen mit Kollege Hämpe spielte er in Uster am Plausch-Badminton-Turnier. Gespielt wurde dabei nicht im KO-System, sondern im sogenannten Schoch-System, wo jedes 2er-Team bis zum Schluss des Turniers mitspielt. Das Schoch-System funktioniert folgendermassen: am Anfang werden die Spielpaarungen ausgelost. Danach spielen immer die besten bzw. schwächsten Teilnehmer gegeneinander. So ergibt es praktisch immer interessante Matches mit Gegnern, die sich ebenbürtig sind. Egal, ob starker oder schwacher Spieler, die Rangliste wird dann aufgrund der gewonnen Anzahl Spiele erstellt. Markus und Hämpe konnten immerhin 4 von 8 Matches gewinnen und landeten auf dem 8. Rang. Abgerundet wurde das Turnier mit einem leckeren Grillabend.

Sonntag war dann der Tag, an dem Markus und ich gemeinsam aktiv waren. Zufälligerweise erfuhren wir, dass in Flaach die 10. Irchel-Bike-Trophy stattfindet. Eine ausgeschilderte Bike-Tour mit Verpflegungsposten, jedoch ohne Zeitnahme.  Genau das richtige, wenn eine Bike-Anfängerin zusammen mit einem routinierten Cape-Epic-Finisher unterwegs sein will und dieser sich noch mit schweren Beinen vom Badmintonspiel rumschlägt. Auf 44 km mit 900 Höhenmetern kurvten wir durchs wunderschöne Zürcher Weinland. Zuerst durch uns unbekannte Dörfer, wie z.B. Gräslikon, dann ging es vorwiegend durch den Wald auf Wanderwegen und vereinzelt übere kürzere Singletrails hinauf zum Irchel. Vom Aussichtspunkt Hochwacht konnte man über das ganze Weinland bis hin zum Rhein und Eglisau blicken. Von da an ging es mit wenigen Gegensteigungen immer wieder hinunter. Ungefähr bei Kilometer 25 konnte man sich mit Getränken, Riegeln, Bananen und Linzertörtchen verköstigen. Gestärkt fuhren wir weiter bis zur Ortschaft Rüdlingen, wo wir bei wunderbar sonnigen Temperaturen, zuerst dem Rhein und anschliessend der Thur entlang in der Fläche ein paar Kilometer gewinnen konnten. Die Tour war jederzeit perfekt ausgeschildert, so dass wir uns voll auf die Fahrt konzentrieren konnten. Natürlich schielte ich ein bisschen auf das Treiben an der Thur und hätte gerne mit den Leuten getauscht, die sich genüsslich im Schlauchboot den Fluss hinuntertreiben liessen. Dies zumal uns auf den letzten 8 Kilometer nochmals 200 Höhenmeter erwarteten. Aber auch diese gingen irgendwie vorbei, und wir freuten uns im Ziel auf die Bratwurst und das Getränk, das im 20 Franken Startgeld der toll organisierten Tour inbegriffen war. Zur Erinnerung gab es noch einen "Goodie-Bag" gefüllt mit allerhand brauchbaren Utensilien.