Was vor gut einem Jahr als reine Schnapsidee in unseren Köpfen rumgeisterte, wurde am ersten Oktober-Wochenende Realität. Wir feierten unsere 50. Geburtstage in Mallorca. In Palma sind wir in den letzten 6 Jahren jeden Herbst den Halbmarathon gelaufen und die Stadt ist uns mittlerweile richtig ans Herz gewachsen.
Ich kenne meine 3 Freundinnen seit der Schulzeit, Markus ist mit seinen 6 Kollegen seit der Lehre befreundet. In 35 Jahren und mehr haben uns diese Freunde durch Dick und Dünn im Leben begleitet, waren stets da, wenn wir sie brauchten. So etwas wollten wir mit einen Weekend auf der Balearen-Insel belohnen. Die Planung wurde uns noch einfacher gemacht, seit Monika (meine Freundin seit der 4. Klasse) im April zusammen mit Mann Klaus und Tochter Delia nach Mallorca ausgewandert ist. Es war dann bald klar, dass wir die Tage nicht nur in Palma, sondern noch eine Nacht bei ihnen auf der Finca in Petra verbringen wollten. So feierten wir nebst Geburtstag auch gleich ein Wiedersehen mit allen zusammen. Baba und Dui nutzten die Gelegenheit und reisten schon eine Woche früher an, während wir anderen nur für ein verlängertes Wochenende dazustiessen. 2 von Markus Freunden waren leider verhindert und konnten nicht mitkommen.
Das geht jedoch gar nicht so einfach, wenn einen die Organisatoren der Party schon seit Schulzeit kennen. Die wissen genau: Susanne und Markus ohne Sport, das geht nicht. So haben Monika, Baba, Dui, Klaus und Delia für uns einen kleinen Fun-Megathlon mit Laufen, Velofahren, Boccia und Schwimmen ausgedacht. Im Team, immer paarweise eine von "Susanne's Gruppe" mit einer Person aus "Markus' Gruppe" musste beim "Laufen" die eine Person die andere mit verbundenen Augen durch Pinienbäume zu lotsen. Beim Velofahren musste die erste Person etwa 30 Meter leicht hangabwärts fahren, währenddessen die zweite Person wieder raufradeln musste. Ziel war es nicht, die Etappen schnell zu fahren, sondern in zwei möglichst gleichen Fahrzeiten. Beim Boccia musste die Kugel in einem gewissen Teil der Bahn landen.
Die Finca war nachher von anderen Gästen besetzt und wir verbrachten die restlichen Tage in Palma, wo es aber genauso lustig weiterging. So durften Tapas-Essen in unserem Lieblingsrestaurant La Cueva, ein Apéro im unbeschreiblichen Lokal Abaco genauso wenig fehlen, wie eine Fahrt mit dem Mietvelo zum Ballermann. Selbst für einen Sprung ins warme saubere Meer reichte die Zeit.
Wer Lust hatte, ging noch die Kathedrale anschauen. Wir Frauen liessen uns eine kleine Shopping-Tour trotz Touristenstrom in Palma nicht entgehen. Die Männer landeten schon bald wieder beim Biertrinken.